Bayernkurier vom 19.11.2011
Moskau/Berlin – Als „Türöffner für die deutsche Wirtschaft“ reiste Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer mit hochrangiger Wirtschaftsdelegation drei Tage lang nach Russland. Mit seiner Außenwirtschaftsinitiative will der Minister erreichen, „dass auch mittelständische Unternehmen von Großprojekten in Russland profitieren und als Zulieferer zum Zug kommen“. So war neben dem Präsidenten der Deutschen Bahnindustrie, den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Lufthansa, der Siemens Mobility und der Herrenknecht AG auch Peter Flatscher als Geschäftsführer der Deutschen Plasser Bahnmaschinen GmbH aus München an der Seite des Bundesverkehrsministers.
Gespräch in Moskau: Verkehrsminister Peter Ramsauer und Russlands stellvertretender Ministerpräsident Sergej Iwanow. Bild: BMVBS Russland, das 2014 in Sotschi die Olympischen Winterspiele und 2018 die Fußball WM ausrichtet, will seine gesamte Infrastruktur modernisieren. Ramsauer: „Für deutsche Unternehmen bieten sich hier enorme Chancen.“ Allein in zwei ehrgeizige Bahnprojekte will Moskau 50 Milliarden Euro investieren: Auf den Strecken Moskau-St. Petersburg und Moskau-Kasan-Jekaterinburg sollen Hochgeschwindigkeitszüge mit Geschwindigkeiten von bis zu 400 Kilometern pro Stunde verkehren.
Zentrale Veranstaltung des Minister-Besuchs war ein Deutsch-Russischer Verkehrsdialog in Moskau, den Ramsauer zusammen mit seinem russischen Amtskollegen Igor Lewitin leitete. Auch bei der Flughafen-Infrastruktur bewährt sich die bilaterale Zusammenarbeit, so Ramsauer: Am Ausbau des Flughafens Sankt Petersburg-Pulkovo 1 ist die deutschen Fraport AG beteiligt. Vielversprechend ist auch die Zusammenarbeit im Logistikbereich. Ramsauer: „Ich lade alle deutschen Unternehmen ein, ihr Augenmerk noch intensiver auf den hochinteressanten Wachstumsmarkt Russland zu richten.“ Auch mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten der Russischen Föderation, Sergej Iwanow, vereinbarte Ramsauer, die Zusammenarbeit zu vertiefen.