Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer im Gespräch mit Bürgern
Im bestens gefüllten Info-Mobil des Deutschen Bundestages stand Peter Ramsauer den Gästen und Einheimischen Rede und Antwort.
Am Strandkurhaus Waging am See steht diese Woche das Infomobil des Deutschen Bundestages, um Bürgerinnen und Bürgern Aufgaben und Abläufe des Parlaments zu veranschaulichen.
So ließ es sich Wahlkreisabgeordneter und Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer nicht nehmen, persönlich am Info-Mobil vorbeizuschauen, um mit den Besuchern zu diskutieren. Viele Einheimische und Gäste nutzten die Anwesenheit des Ministers, um Fragen zu stellen, ihre Meinung kundzutun und persönliche Anliegen vorzubringen. So entwickelte sich eine eineinhalbstündige Diskussion, die von Themen wie Klimaanlagen in Zügen, Wasserstraßen in Bayern und Bahnhofsumbauten beispielhaft in Traunstein ebenso handelte wie von der geplanten Bahnreform, Wechselkennzeichen bei Autos oder Führerschein mit 17 Jahren.
Vieles wurde zum Thema Deutsche Bahn gerade nach den Ausfällen der Klimaanlagen in ICE-Zügen vorgetragen. Peter Ramsauer sagte, dass er oft in Bahnhöfe gehen würde, um sich selbst ein Bild von den Situationen vor Ort zu machen – auch im Hinblick auf Sauberkeit. Der Ausbau des Bahnhofs Traunstein müsse schnellstens begonnen werden, betonte der Minister.
Gerade die Präsenz zahlreicher Urlauber von außerhalb Bayerns zeigte, wie kontrovers die Einstellungen zu bestimmten Sachverhalten manchmal sind. Denn sprachen sich die einheimischen Besucher des Info-Mobils ausnahmslos für eine Einführung einer PKW-Maut auf Autobahnen aus, widersprachen die Gäste aus Nordrheinwestfalen und der Pfalz auf das Heftigste. Die Baden Württemberger Urlauber wiederum schlugen sich auf die Seite der Bayern, so dass eine völlig uneinheitliche Sicht zur Einführung der LKW-Maut deutlich wurde. „Es ist die gleiche Situation wie im Parlament: Es gibt derzeit keine Mehrheit für dieses Anliegen in Deutschland“, bilanzierte Peter Ramsauer dieses Thema.
Eine freudige Nachricht konnte der Wahlkreisabgeordnete einem Ansässigen übermitteln: Ab Frühjahr 2011 soll die Einführung der Wechselkennzeichen vollzogen sein. Ähnlich wie in Österreich können dann mehrere Fahrzeuge auf ein einziges Kennzeichen angemeldet und entsprechend genutzt werden. „Auch die deutschlandweite Einführung des begleitenden Fahrens mit 17 ist auf dem Gesetzesweg sowie deutliche Erleichterungen für Hilfskräfte wie Feuerwehren zum Führen eines Fahrzeuges bis 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht“, schilderte der Bundesminister. Besonders intensiv wurde Peter Ramsauer von dem neunjährigen Pascal aus Unna befragt: Der junge Urlauber wollte zum Beispiel wissen, ob denn der Minister vor dem Einstieg in die Politik bereits einen Beruf hatte. „Ich bin gelernter Müllermeister und studierter Diplomkaufmann und habe vor meinem Einstieg in die Politik viele Jahre ganz normal gearbeitet. Dieser erworbene Hausverstand ist in der Großen Politik sehr wertvoll“, schmunzelte Peter Ramsauer abschließend und wünschte gerade den Gästen einen tollen Aufenthalt in Waging.