(25.11.2004)
Informationsgespräch über die "gelben" Zukunftsprojekte - Änderungen der Post weitgehend abgeschlossen.
|
v.l. MdB Peter Ramsauer, Wilhelm Haas (regionaler Politikbeauftragter). |
Traunwalchen - Nach einem Informationsgespräch mit dem regionalen Politikbeauftragten der Deutschen Post vor wenigen Tagen im Traunwalchner Abgeordnetenbüro betonte der heimische Wahlkreisabgeordnete zum Deutschen Bundestag, Dr. Peter Ramsauer: "Ich habe die Neustrukturierung der Post kritisch begeleitet und die Vorgehensweise im Zuge von Einrichtungsschließungen öffentlich gebrandmarkt. Zwar muss man die getroffenen Maßnahmen in meinem Wahlkreis nunmehr hinnehmen, die Servicedienste der Post müssen aber weiterhin gewährleistet sein. Mit der Zusicherung des regionalen Politikbeauftragten, dass nun die Restrukturierung abgeschlossen ist, soll auch wieder eine postalische Ruhe in die Gemeinden und Städte einziehen."
Ausgangspunkt der Unterredung war Peter Ramsauers heftige Kritik an der Vorgehensweise der Schließung von Postfilialen. Wie berichtet, leistete sich die Post AG sachliche und inhaltliche Fehler in der Kontaktaufnahme mit den betroffenen Gemeinden. Der spezielle Ansprechpartner für die Politik im Raum München, Wilhelm Haas, entschuldigte sich dafür und bestätigte denn auch, dass mittlerweile die Veränderungen im Bereich der Postämter innerhalb des Stimmkreises durchgeführt seien: "Es werden künftig drei Arten von Posteinrichtungen in den Städten und Gemeinden vorhanden sein: Die größeren Postcenterfilialen gibt es in Traunstein, Traunreut, Trostberg, Freilassing, Bad Reichenhall und Berchtesgaden. Daneben existieren die Postagenturen, die wie zum Beispiel in Ruhpolding sehr erfolgreich angenommen werden. In Gemeinden unter 2000 Einwohner versorgt der mobile Postservice (MOPS) die Kunden. Damit stellen wir sicher, dass die Postdienste in allen regionalen Bereichen gewährleistet werden können."
Bundestagsabgeordneter Peter Ramsauer zollte dem Politikbeauftragten zumindest Anerkennung, dass die Bemühungen der Post AG in Richtung Kundenservice verstärkt wurden. Gerade die persönlichen Gespräche seitens der Post mit zum Beispiel den Bürgermeistern betroffener Gemeinden habe das Vertrauen in die erforderlichen Maßnahmen wieder erhöht. „Die geschilderten Veränderungen im postalischen Aufkommen in Deutschland sind gravierend und lassen Umstrukturierungsmaßnahmen notwendig erscheinen“, schloss Peter Ramsauer. "Ich hoffe aber, dass künftig trotz aller wirtschaftlicher Überlegungen auch der soziale Aspekt einer Poststelle nicht vergessen wird: Denn ein Postamt war und ist auch ein Anlaufpunkt für Menschen, ein Treff- und Kommunikationspunkt einer Gemeinde."