Dr. Peter Ramsauer
Mitglied des Bundestags | Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

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Kasernen gesichert, Investitionen vordringlich, Zukunft einsatzreich

(30.11.2004)
MdB Peter Ramsauer auf Truppenbesuch - Gebirgsjäger im Vormarsch.
Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, Oberst Norbert Stier, und Bundestagsabgeordneter Dr. Peter Ramsauer (v.l.).

Traunwalchen - Nach den jahrelang vorbereiteten Umstrukturierungsmaßnahmen innerhalb der Bundeswehr gab es in den heimischen Kasernen der Gebirgsjäger ein Aufatmen: Hatte Ex-Verteidigungsminister Scharping im Jahre 2001 noch die Auflösung der 1. Gebirgsdivision angeordnet, konnte diesmal eine Kehrtwende eingeläutet werden. Die Kasernen in Bad Reichenhall und Strub sind gesichert und müssen künftig sogar deutlich mehr Personal beheimaten als bisher. Der Wahlkreisabgeordnete im Deutschen Bundestag, Dr. Peter Ramsauer, besuchte deshalb in Bad Reichenhall die Gebirgsjägerbrigade 23, um nach seinem massiven Eintreten für die Gebirgsjäger die jetzt anstehenden Veränderungen und Neuerungen unmittelbar zu diskutieren und weitere Schritte für die Zukunft zu anzusprechen.

"Von den im Stationierungskonzept geplanten etwa 800 zusätzlichen Soldaten könnte die Reichenhaller Kaserne derzeit ungefähr die Hälfte aufnehmen", betonte dabei Brigadekommandeur Oberst Norbert Stier, "Zur Unterbringung aller 2.280 Soldaten und zivilen Mitarbeiter des künftigen Standortes sind jedoch beträchtliche Investitionen in Millionenhöhe erforderlich." Unterkunftsgebäude aus den 60er Jahren müssten vermutlich grundsaniert werden und auch Baumaßnahmen beispielsweise für Küchen und Technische Bereiche sind zu erwarten, wie der Kommandeur während eines Rundganges Peter Ramsauer aufzeigte. Bis zum Jahr 2010 soll dann die Neustrukturierung der Einheiten endgültig abgeschlossen sein.

Kasernenrundgang mit dem Standortältesten Oberst Heinz-Joachim Neumann, Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, Oberst Norbert Stier, und Bundestagsabgeordnetem Dr. Peter Ramsauer (v.l.).

Im Detail gewönne die Brigade deutlich an Personal, erläuterte Oberst Stier: "Der Verlust des Gebirgspanzerartilleriebataillons ist zwar auf der einen Seite sehr schmerzhaft, weil er die Kampfkraft erheblich beeinflusst. Andererseits erhält die Gebirgsjägerbrigade 23 zwei neue Bataillone mit moderner Aufklärungs- sowie Führungsunterstützungsfähigkeit und wird dadurch zweifellos aufgewertet. Die Bedeutung der Gebirgsjägerbrigade 23 als spezialisierter Großverband wird auch in Zukunft hoch sein", teilte Oberst Stier mit. "Die enormen Fähigkeiten der Truppe wie der Einsatz unter extremen Bedingungen und unter extremen Witterungsverhältnissen werden im Heer künftig immer mehr gefragt sein." Letztlich würden die Gebirgsjäger die personalstärkste Brigade im Deutschen Heer stellen, schloss der Kommandeur. "Ein Mehr an Mannstärke bedeutet auch ein Mehr an Übungen und Einsätzen", bilanzierte anschließend Peter Ramsauer seinen Truppenbesuch und fasste seine Eindrücke zusammen. "Hier ist großes Verständnis seitens der Angehörigen der Soldaten und auch der Anrainer von Übungseinrichtungen gefordert. Wir können uns aber glücklich schätzen, dass gerade die heimischen Gebirgsjäger eine Truppe mit enormer Bedeutung und Zukunft sind."