Dr. Peter Ramsauer
Mitglied des Bundestags | Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

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Es gibt kein Industrieland ohne Nebenwirkungen

Bundesminister Dr. Peter Ramsauer im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am 22.12.2011

Infrastrukturvorhaben müssen besser erklärt und Betroffene zu Beteiligten werden, sagt Verkehrsminister Peter Ramsauer. Doch der Bürger soll auch Nebenwirkungen wie Lärm akzeptieren.

Herr Minister, haben Sie ein Lieblings-Weihnachtslied?

"Selbst wenn es ein wenig abgegriffen klingt: Am liebsten ist mir 'Stille Nacht, Heilige Nacht' - auch weil ich dazu eine regionale Verbindung habe. Das Lied ist praktisch in meinem Wahlkreis geschrieben worden."

Wir hatten angenommen, Sie wählten "Morgen kommt der Weihnachtsmann", denn da steht eine "schöne Eisenbahn" auf dem Wunschzettel. Wünschen Sie sich die auch?

"Ein Verkehrsminister muss mit ebender Eisenbahn zurechtkommen, die er hat. Und wenn ich mich mit meinen Amtskollegen in anderen Ländern vergleiche, bin ich eher zufrieden mit der Deutschen Bahn und den anderen Bahnen hier."

Die Deutsche Bahn ist "schön" genug?

"Nichts ist so gut, als dass es nicht noch besser werden kann. Das trifft auch auf die Deutsche Bahn zu. Sie könnte noch schneller, zuverlässiger, pünktlicher, sauberer sein. Die Qualität kommt nicht von selbst. Deshalb werden Milliardenbeträge in rollendes Material und Infrastruktur investiert. In den letzten beiden Jahren hatten wir etwas aufzuholen, nachdem vorher an einigen Stellen eher ab- als aufgebaut worden war."

In dem Bemühen, eine neue Flotte von ICE und Regionalzügen aufzubauen, stößt die Deutsche Bahn auf die Grenzen der deutschen Bahnindustrie ...

"Das ist leider so. Die Hersteller Siemens und Bombardier, für die ich in der ganzen Welt offensiv werbe, haben offenbar ein Problem mit ihrer Lieferfähigkeit. So kann es nicht weitergehen. Ich habe mich deshalb dahintergeklemmt: Am 7. Februar kommen die Vertreter von Bombardier wieder zu mir, im April Siemens, damit die Bahn endlich die neuen Züge bekommt, die sie dringend braucht. Die offenen Fragen können nur gemeinsam gelöst werden."

Das weitere Interview lesen Sie auf der Homepage Peter Ramsauers bzw. des Ministeriums unter:
 
 
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Das Gespräch führte Kerstin Schwenn

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