Frauenfrühstück mit Peter Ramsauer – Frauen Union mit intensiver Diskussion
Peter Ramsauer im Gespräch mit den Damen aus Traunstein und dem Berchtesgadener Land
Deutliche Worte gegen das Schlechtreden von Projekten und für neue Weichenstellungen im Verkehrsministerium fand Dr. Peter Ramsauer anlässlich eines schon traditionellen Frauenfrühstücks in Traunstein: Im bestens gefüllten Saal des Wochinger Bräus stand der heimische Wahlkreisabgeordnete zweieinhalb Stunden lang Rede und Antwort und erhielt von den Frauen aus den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land viel Applaus. Frauenunionsvorsitzende Dorli Kandlberger bedankte sich in ihrer Begrüßung für das stets offene Ohr von Peter Ramsauer.
„In den gut 100 Tagen im Amt als Minister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung konnten bereits wichtige Projekte auf den Weg gebracht und neue Leitlinien für das Ministerium gelegt werden“, betonte der Minister eingangs und zeigte viel Unverständnis über das wiederholte Schlechtmachen seitens der Grünen und der SPD bei der Weiterentwicklung der Bahnlinie München - Mühldorf - Freilassing: „Aber dieses permanente Schlechtreden nützt in keinster Weise dem wichtigen Projekt.“
Der neue Minister zog eine kurze Bilanz seiner Tätigkeit in Berlin und führte aus, dass die gesamte Region TS und BGL gerade die Bahnlinie München – Mühldorf- Freilassing unbedingt bräuchte, vor allem mit Blick auf den Bau des Brenner Basistunnels: Wenn der Weg nach Italien geebnet sei, dann laste auf der Bahnstrecke München – Rosenheim – Freilassing enormer Druck. „Unser Ziel ist, dass man München und den Flughafen bestens erreichen soll“, führte Peter Ramsauer aus. Dazu werde er jetzt im Frühjahr den Spatenstich für die neue Eisenbahnbrücke in Mühldorf am Inn vornehmen, im Herbst folge die Verkehrsfreigabe für den zweigleisigen Bahnausbau Ampfing – Mühldorf. Zusätzlich arbeite man intensiv an der Finanzierung für die weiteren Abschnitte, von Streichliste könne in keinster Weise die Rede sein: „Ich bin gute 100 Tage im Amt, da kann ich nicht die elf Jahre SPD-Führung des Ministeriums vergessen machen.“
Als erste Schritte im neuen Ministerium setzte Peter Ramsauer unter anderem Akzente für die Förderung des ländlichen Raumes oder auch durch die Schaffung einer großen Unterabteilung „Klima- und Umweltschutz“: „70 Prozent der Gesamtenergie sowie 40 Prozent der CO-2-Emissionen fallen in Deutschland im Bau- und Verkehrsbereich an. Hier können wir ganz konkrete Schritte im Umweltschutz unternehmen“, erläuterte der Minister. Im Bereich der notwendigen Sanierung der Autobahn A 8 erklärte Peter Ramsauer nochmals den eingeschlagenen Weg: Landkreisbezogene Arbeitskreise mit Vertretern der Bürgerinitiativen und Landwirte erarbeiteten den Vorschlag ‚sechsspuriger Ausbau mit Standstreifen‘, der an den Lenkungsausschuss gerichtet und an die Bayerische Staatsregierung geschickt wurde. Diese Empfehlung aus Bayern habe anschließend sein Ministerium erhalten und dies als Grundlage für die weiteren Planungen festgesetzt. „Das Ergebnis ist in einem Arbeitsprozess entstanden, und wir haben diesen Willen umgesetzt“, betonte der Minister.
Wie wichtig eine vernünftige Planung für die Zukunft ist, erläuterte Peter Ramsauer am Beispiel der Entwicklung des Verkehrs in der Heimat. Die Befrachtung, also der Güterverkehr steige laut den Prognosen bis 2025 in ganz Deutschland von 4.500 Millionen auf 5.500 Millionen Tonnen. Die Eisenbahnstrecke habe allerdings nur ein derzeitiges Fassungsvolumen von gut 300 Millionen Tonnen. Die Belastung der Autobahnen werde also gerade im Güterverkehr deutlich steigen. Zudem habe sich die Prognose, ohne Ausbau der Straße nehme der Verkehr nicht zu, als falsch erwiesen: „Trotz des unterbliebenen Ausbaus der A 8 in den 90er Jahren hat sich der Verkehr dramatisch weiterentwickelt. Wir müssen heute einfach weiter denken“, so Peter Ramsauer. Eine anschließende Diskussion beinhaltete eine breite Themenpalette, ehe der Minister mit einem Strauß und ausgewählten Süßspeisen sowie viel Applaus verabschiedet wurde.